Jan Eisenloeffel Jugendstil Service WMF

Jan Eisenloeffel - Tee Service WMF

Elegantes und seltenes Jugendstil Teeservice der Württembergischen Metallwaren Fabrik -WMF, um 1910.
Eine wunderbare zeitlose, ornamentfreie Formensprache, die Jan Eisenloeffel für die WMF zugeschrieben wird.
Das Set, bestehend aus einer Teekanne, einer Zuckerdose, einem Milchkännchen sowie dem dazugehörigen Tablett
wurde komplett in Kupfer und Messing gefertigt. Kupfer als Hauptmetall, Messing , teils bastumflochten für die Griffe.
Ein museales Set, vor allem durch seine Vollständigkeit und dem erstklassigen, restaurierten Zustand.

  • Das Tablett : ø 31 cm, Gesamtbreite mit Griffen 39 cm, Höhe 3,5 cm. Kreisrunde Form mit radialen Ringen im Boden und der Wandung.
  • Die Teekanne: Höhe 16 cm, Breite 24 cm, ø 12 cm mit prägnanten angenietetem Ausguß. Griff mehrfarbig umflochen, Deckel mit Scharnier und Holzknauf.
  • Die Zuckerdose: Höhe 11,5 cm, Breite 15, 5 cm, ø 10 cm . Umflochtene Griffe mit abnehmbaren Deckel und Holzknauf.
  • Das Milchkännchen: Höhe 7,5 cm, Breite 12,5 cm, Höhe 10 cm

Alle Teile sind unterseitig mit der laufenden Straußenmarke im Rombus von WMF versehen.
Das Set wurde umfangreich gereinigt, behutsam restauriert unter Beibehaltung der originalen Substanz und abschließend poliert.
Ein optischer Gewinn für jede private wie auch museale Sammlung

Preis €: 1100,-

Es gibt Künstler, deren Werke und Formensprache so prägnant sind, dass man sie unter einer Masse an Objekten immer wieder zuordnen kann.
Jan Eisenloeffel (1876-1957 Amsterdam-NL) war so eine Persönlichkeit.
Er war ein bedeutender niederländischer Formgestalter, Silberschmied, Juwelier, Innenarchitekt, Schmuckdesigner, Illustrator, Glas & Keramikkünstler.
Nach einem Studium der National School of Stichbildung in Amsterdam mit späterer Einstellung bei Höker&Sohn ,einem Amsterdamer Juwelier und Silberschmid, wurde er 1898 Geschäftspartner von William Höker. In Russland erlernte er seine Kenntnisse in der Emaillier und Niellotechnik. Er studierte Fertigungsprozesse u.a bei Besuchen bei Carl Farbergé.
Nach seiner Rückkehr in die Niederlande fertigte er verschiedenste Gegenstände, die bei der Pariser Weltausstellung 1900 Preise gewannen. Inspiriert war er von japanischen Teekernen, welche eine optische Leichtigkeit und Zeitlosigkeit aufwiesen.
Aber auch in Deutschland war er ab ca 1908 für verschiedene Hersteller aktiv.
Seine Objekte, oftmals Tee und Kaffe-Service mit Zubehör wie Stövchen, Kerzenleuchter etc tragen eine besondere/seine Handschrift, die sich bei unterschiedlichsten Objekten teils wiederholt oder in leicht abgewandeltem Design widerkehrt.
Teekannen weisen vielfach eine bestimmte schlichte Formensprache auf, unterteilt mit parallel radialen Rillen.
Die Ausgüsse der Kannen sind oftmals am Ansatz mit einem sichtbaren Nietenansatz versehen, die Form des Halses ist ebenso prägnant.
Unverkennbar sind hier auch Spuren der britischen Arts & Craft Bewegung zu sehen.
Scharniere und Lötansätze vom Griff zur Kanne sind identisch. Henkelformen , Deckel und Knäufe wiederholen sich.

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